Vorbeugen statt Reparieren – unser Prophylaxe-Zentrum

Mundgesundheit dauerhaft zu erhalten ist Teamarbeit: Ihre sorgfältige Zahnpflege verbunden mit regelmäßiger individueller Prophylaxe.
Ein wichtiger Baustein unseres Prophylaxekonzeptes ist die professionelle Zahnreinigung, um Karies, Mundgeruch und Zahnfleischrückgang vorzubeugen.

Unsere schonende und gründliche Prophylaxe ist Wellness für die Zähne. Der Einsatz von moderner und hochwertiger Technik, wie dem Airflow® Prophylaxis Master, ermöglicht uns eine schmerzfreie und gründliche Reinigung Ihrer Zähne ohne Unannehmlichkeiten.

Sie lassen nicht jeden an Ihre Zähne? Wir auch nicht.

Unsere Prophylaxe-Profis sind hoch spezialisierte Dentalhygienikerinnen und wurden an der Berliner Charité und der Uniklinik Münster ausgebildet. Wir behandeln Sie mit äußerster Sorgfalt und Sensibilität. Unsere leitenden Mitarbeiterinnen DH Mira Marwinski und DH Pamela Preger betreuen Sie mit ihrem zahnmedizinischen Prophylaxeteam.

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Die professionelle Zahnreinigung – Wellness & Prävention

Eine wichtige Präventionsmaßnahme ist die regelmäßige Zahnreinigung in unserem Prophylaxe-Zentrum. Karies, Mundgeruch und Zahnfleischerkrankungen werden effektiv vorgebeugt. Die Zahnreinigung ist ein Teil der individuell geplanten Prophylaxe und eine sinnvolle Ergänzung der häuslichen Zahnpflege, gerade an den Stellen, wo die eigene Zahnbürste nicht hinkommt. Schonend werden alle harten und weichen Beläge von allen Zahnoberflächen entfernt — inklusive Kaffee-, Tee- und Raucherbelägen.

Natürlich weiße Zähne

Nach der professionellen Zahnreinigung stellt sich Ihre natürliche Zahnfarbe wieder ein und ein frisches Mundgefühl entsteht. In den meisten Fällen werden die Zähne nach der Prophylaxe heller. Erhöhen Sie Ihre Lebensqualität!

Zahnfleischrückgang | Was Sie wissen müssen

Leiden Sie an Mundgeruch, gerötetem oder entzündetem Zahnfleisch, Zahnfleischrückgang oder an Herzerkrankungen? Dann könnte es sein, dass Sie an einer chronischen Erkrankung des Zahnhalteapparates leiden. Die Parodontitis | Parodontose ist eine Entzündung, die zu Gewebe- und Knochenabbau führt.

In unserer Mundhöhle befinden sich normalerweise über 300 verschiedene Keimarten. Durch bestimmte Risikofaktoren und/oder durch unzureichende Zahnreinigung kann es zu Infektionskrankheiten kommen.

Diagnose Parodontitis – Und was jetzt?

Die Erfolgsaussichten einer Parodontitisbehandlung sind umso größer, je früher die Erkrankung erkannt und therapiert wird. Stellt der Zahnarzt eine Parodontitis fest, hängt die Therapie vom Schweregrad der Erkrankung ab. Wir beraten Sie gerne.

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Rufen Sie in unserer Praxis an unter der Nummer 0234 – 13233 oder nutzen Sie ganz bequem unsere Online-Terminvereinbarung. Bei offenen Fragen melden Sie sich ebenfalls gerne in unserer Praxis!

Das Prophylaxe-Zentrum im Jahrhunderthaus — Ihre Vorteile

Beratung

Beratung zur Vorbeugung von Munderkrankungen, Mundtrockenheit, empfindlichen Zahnhälsen (Hypersensibilität) und Mundgeruch. Betreuung von Patienten mit Zahnersatz | Implantaten. Prophylaxe für Kids – unsere Zahnputzschule.

Individuelle Planung

Erstellung von Therapieplänen, die an den individuellen Schweregrad der Zahnfleischerkrankung angepasst sind.

Behandlung

Persönliche und vertrauensvolle Behandlung von Patienten mit Zahnfleischerkrankungen. Unsere äußerst schonenden Therapiemöglichkeiten, dank neuester Praxisausstattung wie dem Airflow® Prophylaxis Master und Lasertherapie bei Herpesbehandlung, sorgen für einen reibungslosen und angenehmen Behandlungsverlauf in unserer Praxis.

Moderne Technik für eine bessere Behandlung

Für unsere Prophylaxebehandlungen nutzen wir aktuelle Behandlungsmethoden und bedienen uns neuer Technologie wie dem Airflow® Prophylaxis Master. Dadurch gewährleisten wir für unsere Patienten eine leise und angenehme Behandlung. Gleichzeitig stellen wir eine ausgezeichnete Behandlungsqualität sicher, welche Ihre Zähne nachhaltig schützt und Krankheiten vorbeugt.

Wir möchten, dass unsere Patienten angstfrei zu uns kommen!

In unserer Praxis stehen Sie im Mittelpunkt. Es gehört zu unserem täglichen Anspruch Menschen allzeit in den Fokus unseres (Be-)Handelns zu stellen. Und das ist nicht daher gesagt, sondern bei uns gelebte Praxis.

Unsere Praxis

Parodontitis – Wie Sie sich schützen können und welche Behandlungsmöglichkeiten es bei Zahnfleischrückgang gibt

Bei zunehmender Plaque-/Zahnbelagbildung entsteht Zahnstein, der zu Zahnfleischentzündung führen kann. Wird die Entzündung des Zahnfleischs nicht behandelt, entsteht die chronische Entzündung Parodontitis, die zu Gewebe- und Knochenabbau führt.

Parodontitis, umgangssprachlich auch Parodontose genannt, ist eine Infektionskrankheit, die als Folge von Zahnbelägen (Plaquebakterien) auf den Zahnoberflächen und in den Zahnzwischenräumen entsteht. Wird der zunächst weiche Bakterienbelag nicht bei der Zahnpflege entfernt, kommt es durch Einlagerung von Mineralien zur Verfestigung: Zahnstein. Durch diesen rauen Zahnsteinbelag werden die Zahnoberflächen rau und bieten Bakterien einen idealen Nistplatz. Durch den Stoffwechsel der Plaquebakterien entstehen Giftstoffe, die in das Zahnfleisch gelangen. Die Reaktion der körpereigenen Abwehr ist eine Zahnfleischentzündung – die Gingivitis -, die das Eindringen der Bakterien in das tiefer gelegene Gewebe über einen längeren Zeitraum verhindern kann.

Nach einer gewissen Zeit hält diese natürliche Barriere den Giftstoffen der Bakterien jedoch nicht mehr stand: das Zahnfleisch löst sich vom Zahn und bildet Zwischenräume zwischen Zahnfleisch und Zahnwurzel, die wiederum Nistplatz für Bakterien sind. Die Zahnfleischtaschen werden tiefer, das Zahnfleisch geht zurück. Wird nichts unternommen, gelangen die Bakterien ins Gewebe, die Entzündung wird chronisch. Schließlich kommt es zu Fehlsteuerungen des Immunsystems: Die Entzündungsreaktion zerstört das Gewebe und die Parodontitis schreitet voran. Es folgen weiterer Zahnfleischschwund, Gewebe- und anschließend sogar Knochenabbau, wodurch der Zahn seinen Halt verliert und lockerer wird. Dies kann im schlimmsten Fall zu Zahnverlust führen. Je aggressiver die Bakterien und je schwächer die Abwehrlage des Körpers ist, desto länger und stärker tritt die Krankheit auf.

Wissenschaftler vermuten, dass Parodontitis auch das Risiko für Diabetes erhöhen kann: So sinken Blutzuckerwerte nach erfolgreicher Parodontitis-Behandlung.

Warnzeichen für eine beginnende Parodontitis

Gesundes Zahnfleisch ist blassrosa, blutet bei Berührung nicht und füllt die Zwischenräume aus. Das entzündete Zahnfleisch (Gingivitis) ist gerötet, geschwollen und blutet schnell. Entwickelt sich daraus eine Parodontitis, kann man das als betroffene Person nicht erkennen – vor allem, weil die Parodontitis zunächst unauffällig und weitgehend schmerzfrei verläuft. Sollten Sie an folgenden Beschwerden leiden, sollten Sie auf jeden Fall einen Zahnarzt aufsuchen:

  • Mundgeruch „Halitosis“
  • Schwellungen und Empfindlichkeit des Zahnfleisches
  • Probleme mit dem Geschmack
  • Zahnfleischbluten beim Zähneputzen, bei Berührung oder beim Essen
  • Zahnfleischrückgang
  • Änderung der Zahnstellungen
  • Lockere Zähne

Was fördert eine Parodontitis?

  • unzureichende Zahnreinigung, durch die die Menge der Bakterien im Mundraum anwächst
  • geschwächte natürliche Abwehr
  • Stress
  • Allgemeinerkrankungen wie Diabetes
  • Einnahme von bestimmten Medikamenten (blutdrucksenkende, gefäßerweiternde Mittel, Immunpräparate)

Rauchen

Raucher erkranken deutlich häufiger an Parodontitis als Nichtraucher.

Der Verlauf der Parodontitis ist bei Rauchern deutlich schwerer, verbunden mit wesentlich mehr Verlust der stürzenden Gewebe. Die Zähne werden schneller, locker und gehen häufiger verloren.

Raucher sprechen auf die Behandlung der Parodontitis schlechter an, als Nichtraucher. Es gibt Parodontitisfälle, die trotz Behandlung nicht ausheilen. Bei mehr als 90 % dieser Fälle handelt es sich um Raucher.

Zahnfleisch- und auch Knochentransplantate sowie künstliche Zahnwurzel (Implantate) heilen bei Rauchern wesentlich schlechter ein als bei Nichtrauchern.

Es gilt: ohne Plaque keine Parodontitis. Als Prophylaxe vor Parodontitis ist Folgendes erforderlich:

Eine mindestens zweimal tägliche, gründliche Pflege der Zähne mit der Zahnbürste (Reinigung der Zahnoberflächen).

Eine einmal tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume ist notwendig, um die Bildung bakterieller Zahnbeläge zu vermeiden: Zahnseide, Zahnhölzchen, Zahnzwischenraumbürsten (vor allem im Bereich der Backenzähne) oder Zahnfleischstimulatoren – je nach Zahnstellung und Größe der Zahnzwischenräume.

Medizinische Mundspülungen können die manuelle Reinigung ergänzen. Sie hemmen das Wachstum entzündlicher Bakterien. Manche Produkte sollten jedoch nur über einen begrenzten Zeitraum angewendet werden, da sie zu Verfärbungen an den Zähnen und an der Zunge führen können.

PZR – Professionelle Zahnreinigung

Eine wichtige Präventionsmaßnahme, vor allem für PatientInnen mit Zahnimplantaten, ist die sogenannte professionelle Zahnreinigung. Bei der PZR werden alle harten und weichen Ablagerungen oberhalb und, soweit sie leicht zugänglich sind, auch unterhalb des Zahnfleischrandes, vom Zahnarzt oder speziell ausgebildetem Praxispersonal entfernt. Im Gegensatz dazu werden bei der Zahnsteinentfernung nur die harten Beläge oberhalb des Zahnfleischsaumes entfernt. Außerdem werden die Zähne und erreichbaren Wurzeloberflächen geglättet und poliert, damit sich Bakterien schlechter anheften können. Je nach Bedarf sollte die PZR ein- bis zweimal jährlich, bei Risikopatienten auch öfter durchgeführt werden. Eine Zahnfleischentzündung kann so meistens schon im Anfangsstadium eingedämmt werden.

Warum die Zahnkontrolle beim Zahnarzt wichtig ist?

Meist bemerken die Patienten die Entzündungen erst, wenn sich die Symptome eines fortgeschrittenen Stadiums einstellen: deutlicher Rückgang des Zahnfleisches, empfindliche Zahnhälse oder gar gelockerte Zähne. Umso wichtiger sind deshalb regelmäßige Kontrolltermine (1 bis 2 Mal pro Jahr) beim Zahnarzt, der Anzeichen einer Parodontitis oft schon bei der allgemeinen Munduntersuchung feststellen kann.

Zur gezielten Früherkennung der Parodontitis steht dem Zahnarzt zudem eine ebenso einfache wie sichere Untersuchungsmethode zur Verfügung:

Um zu ermitteln, ob eine Bakterienbelastung im Mund vorliegt, kann beim Zahnarzt eine Keimbestimmung gemacht werden. Dazu wird ein Abstrich von der Mundschleimhaut in einem mikrobiologischen Labor ausgewertet. Die Untersuchungsergebnisse geben einen Überblick darüber, ob aggressive Bakterien im Mundraum vorkommen und in welcher Menge sie vorhanden sind.

Der Parodontale Screening Index (PSI).

Mit einem Messinstrument, einer speziellen Sonde, wird das Zahnfleisch an jedem Zahn untersucht. Dabei können Blutungsneigungen des Zahnfleisches und die Tiefe von Zahnfleischtaschen festgestellt werden. Die Messergebnisse werden anhand einer Skala (dem Index) bewertet. Zahnfleischtaschen, die tiefer als drei bis vier Millimeter sind, sollten in der Regel behandelt werden.

Trotz sorgfältiger häuslicher Zahnpflege können sich außerdem – besonders an den Stellen, die mit der Zahnbürste schwer erreichbar sind – mit der Zeit Beläge bilden. Diese Beläge können nur in der Zahnarztpraxis beseitigt werden.

Die Entzündung stoppen und das Gewebe, das den Zahn stützt, dauerhaft erhalten – das sind die zwei Hauptziele der Parodontitisbehandlung. Wird die Parodontitis früh erkannt, reicht oft die Basisbehandlung (Phase 1) aus, um die Krankheit einzudämmen. Sollte die Basistherapie nicht wie gewünscht wirken, die Zahnfleischtaschen besonders tief sein und/oder ist die Entzündung weiter vorangeschritten, muss chirurgisch eingegriffen werden (Phase 2). Eine dauerhafte Nachsorge (Phase 3) ist in beiden Fällen für einen Parodontitis-Patienten unbedingt erforderlich, um einem erneuten Aufkeimen der Krankheit entgegenzuwirken.

Aussicht auf Erfolg der Therapie besteht bei allen Therapien nur dann, wenn die sichtbaren Zahnflächen frei von Belägen sind und der Patient eine sorgfältige Zahnpflege betreibt. Erst dann kann mit der Behandlung – der Beseitigung der Entzündung – begonnen werden. Somit hängt der langfristige Erfolg stark mit der Mitarbeit des Patienten zusammen. Patienten mit guter Mundhygiene und regelmäßiger Nachsorge haben eine große Chance, dass die erreichten Verbesserungen von Dauer sind. Bei Patienten ohne entsprechende Mitarbeit ist dagegen das Risiko einer Wiedererkrankung sehr hoch.

Phase 1 – Die Basisbehandlung

Zunächst beginnt der Zahnarzt bei einer Paradontitisbehandlung unter örtlicher Betäubung mit der Reinigung der Zahnfleischtaschen mit Handinstrumenten. Ultraschall- oder Lasergeräte können ebenfalls eingesetzt werden, um weiche und harte Beläge gründlich und schonend zu entfernen. Danach werden die erreichbaren Flächen von Zahnwurzeln geglättet. Dies erschwert den schädlichen Bakterien ein erneutes Anheften.

Meist kann die Entzündung schon durch die Basistherapie gestoppt werden. Sollte eine schwere oder sehr aggressive Entzündung vorliegen, ist manchmal eine begleitende Behandlung mit Antibiotika sinnvoll. Diese werden meist als Tabletten eingenommen, können unter Umständen jedoch auch vom Zahnarzt als Gel oder Salbe direkt in die Zahnfleischtasche aufgetragen werden.

Zusätzlich geben Bakterientests darüber Aufschluss, um welche Art und Konzentration der Bakterien in den Zahnfleischtaschen es sich handelt. Dies ist vor allem sinnvoll, um das passende Antibiotikum zu finden.

Phase 2 – Chirurgische Eingriffe

Die chirurgischen Eingriffe sind in der Parodontologie bei besonders tiefen Zahnfleischtaschen, bei Ausbleiben einer Besserung nach einer Basistherapie und für den Wiederaufbau von verloren gegangenem Gewebe notwendig.

Reinigung tiefer Zahnfleischtaschen

Bei besonders tiefen und unzugänglichen Zahnfleischtaschen, erfolgt die Reinigung unter örtlicher Betäubung mittels Öffnung der Taschen durch einen kleinen chirurgischen Eingriff. Die Wurzeloberfläche wird frei gelegt, damit tief liegende Beläge und Unebenheiten der Zahnwurzel besser erkannt und gründlicher beseitigt werden können. Solche Beläge und Unebenheiten bieten ansonsten eine hervorragende Nische für die Bakterien.

Regeneration des Zahnhalteapparates

Wurde durch eine lang anhaltende oder sehr aggressive Parodontitis schon viel Bindegewebe oder gar Knochen zerstört, muss der Halt für die Zähne wieder aufgebaut werden. Dies erfolgt durch verschiedene Therapiemöglichkeiten, bei denen es darum geht, dass der Zahnhalteapparat wieder nachwachsen kann (Regeneration). Die Therapien (GTR, Wachstumsmittel, Knochenersatzmaterialien) können je nach Bedarf einzeln oder in Kombination angewendet werden.

Gesteuerte Geweberegeneration
(Guided Tissue Regeneration, GTR)

Bei der GTR wird der natürliche Heilungsprozess des erkrankten Zahnhalteapparates unterstützt. Durch einen kleinen chirurgischen Eingriff wird als Barriere zwischen Knochen und Zahnfleisch eine Art dünner Folie eingebracht. Diese Folie (Membran) soll das Zahnfleisch, das normalerweise schneller wächst, als die übrigen Teile des Zahnfleischapparates, daran hindern, unkontrolliert in die Tiefe zu wachsen. So wird der Wurzelhaut, dem Wurzelzement und dem Knochen mehr Raum und Zeit gegeben, sich neu zu bilden.

Einbringen von Wachstumsmitteln

In den vergangenen Jahren hat die Forschung nach Wachstumsfaktoren, die den natürlichen Heilungsprozess des geschädigten Zahnhalteapparates fördern, Fortschritte erzielt. Heute sind Wirkstoffe (z.B. Gel) verfügbar, die eine deutliche Neubildung von Knochen und einen Rückgang der Zahnfleischtaschen ermöglichen. Sie werden auf die gereinigte Wurzeloberfläche aufgetragen.

Einbringen von Knochen oder Knochenersatzmaterialien

Im Falle einer starken Rückbildung des Knochens, kann dieser zumindest teilweise durch die Transplantation von körpereigenem Knochenmaterial aufgebaut werden. Dazu wird in einem kleinen Eingriff meist Knochen aus dem hinteren Kieferbereich entnommen und in die defekte Stelle (Knochentasche) verpflanzt. Es können alternativ auch künstliche Knochenersatzmaterialien eingesetzt werden. Zwar ist eine vollständige Regeneration heute noch nicht möglich, aber beide Verfahren können zur Verbesserung der Knochenstruktur führen.

Rekonstruktion des Zahnfleisches: Plastische Operationen

Liegen nach einer Parodontitis Zahnhälse oder Zahnwurzelabschnitte frei, kann es sinnvoll sein, das Zahnfleisch wieder aufzubauen, da diese Stellen nur schwer zu reinigen und deshalb anfällig für Entzündungen und Wurzelkaries sind. Auch stört viele Patienten das Aussehen der freiliegenden Zahnhälse. Für den Wiederaufbau des Zahnfleisches gibt es verschiedene Operationsmethoden: z.B. die Transplantation von Bindegewebe aus dem Gaumen, mit denen man die entstandenen Defekte abdecken und dem Zahnfleisch wieder ein ansprechenderes Aussehen geben kann.

Phase 3 – Die Nachsorge

Parodontitis ist eine chronische Erkrankung. Wer einmal daran erkrankt war, muss dauerhaft Nachsorge betreiben. Dabei sind konsequente Mundhygiene, Kontrolluntersuchungen durch den Zahnarzt und regelmäßige professionelle Zahnreinigungen – falls nötig, mehrmals pro Jahr – von zentraler Bedeutung. Dies gilt vor allem, wenn bereits ein deutlicher Zahnfleischrückgang stattgefunden hat. Denn in diesem Fall liegen die Zahnhälse bzw. Zahnwurzeln offen und sind deshalb empfindlich und besonders anfällig für Karies.

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass zwischen Herzerkrankungen und Parodontitis enge Zusammenhänge bestehen. Patienten, die an Parodontitis leiden, haben ein um mehr als das Doppelte erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen, Herzinfarkt und Hirnschlag.

Wenn die von den Parodontitis-Bakterien produzierten Substanzen in den Blutstrom gelangen, können sie eine Kettenreaktion auslösen, die zu Ablagerungen an den Arterienwänden führt. Das Herz kann durch die Keime nachhaltig geschädigt werden. Es besteht durch eine Bakteriämie, die vom Mundraum ausgeht, ein relevantes Endokarditis-Risiko. Sollte eine entzündliche Zahnfleischerkrankung vorliegen, sollte unbedingt abgeklärt werden, ob und inwieweit das Herz bereits in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Wird eine Parodontitis nicht behandelt, ist eine uneingeschränkt erfolgreiche Therapie einer Herzerkrankung nicht möglich.

Jede Entzündung (also auch ein entzündetes Zahnfleisch) fordert das Immunsystem, denn um die Entzündung zu hemmen, aktiviert die körperliche Abwehr u.a. die Leber, die bestimmte Proteine bildet. Diese Proteine begünstigen jedoch auch den Verschluss von Arterien in Herz oder Hals, können die Gefäße schädigen und zur Verkalkung beitragen. So haben verschiedene Experimente und Untersuchungen ergeben: Je regelmäßiger der Zahnstein entfernt wird (was die Entstehung von Parodontitis hemmt), umso seltener erkrankt man an einem Infarkt. Bei einer jährlichen Zahnsteinentfernung sinkt das Risiko so um 24 %. Patienten, die an der Zahnfleischerkrankung Gingivitis leiden, haben ein ca. um 53 % höheres Infarktrisiko. Das Risiko einen Hirnschlag zu erleiden sinkt bei jährlicher Zahnsteinentfernung um 13 %. Allgemein gilt: je weniger Zahnlücken und je gesünder das Zahnfleisch, desto seltener scheint ein Infarkt einzutreten.

Regelmäßiges Zähneputzen schützt vor einem Herzinfarkt. Wer sich weniger als einmal am Tag die Zähne putzt, hat ein um 70 % erhöhtes Risiko einen Herzinfarkt zu bekommen.

Unsere Behandlungen erfolgen mit Herz und Verstand.

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